Erdgastraining – Feuerwehr besucht Übungsanlage in Oberneisen

(an/ff-g) Das Erdgas gefährlich sein kann, ist eine bekannte Tatsache. Über die Hintergründe und effiziente Löschmethoden informierten sich am Mittwoch insgesamt 18 Kameraden der Feuerwehren Geisenheim und Johannisberg bei einer Schulung auf der Erdgasübungsanlage der Süwag in Oberneisen. Nach einer Begrüßung durch den Schulungsleiter Herrn Euler, begann der Abend mit einer theoretischen Schulung: Eigenschaften und Arten des Energieträgers Erdgas wurden ebenso beleuchtet, wie Transportwege, Sicherheitseinrichtungen und Verhaltensanweisungen für Rettungskräfte. Herr Euler wies die ehrenamtlichen Brandschützer besonders auf die Gefahren eines gelöschten Gasbrandes hin: Das farblose Gas strömt weiterhin aus dem Leck und flutet den Raum – es ist nicht mehr sichtbar und somit als Gefahrenquelle nicht mehr zu identifizieren. Daher gilt für die Feuerwehr die Regel „Erst das Gas absperren, dann den Brand löschen“. Auch die Funktionsweise des Süwag-Entstördienstes, der nach 30 Minuten im Geschäftsgebiet des Energieversorgers Hilfe leisten kann, wurde erläutert.

Nach einem kleinen Imbiss und einer kurzen Sicherheitsunterweisung ging es dann nach draußen: Die Funktionsweise einiger Bauteile der Gasversorgung wurde am Original erklärt, die Funktion des Gasströmungswächters anschaulich demonstriert. Danach mussten die Feuerwehrangehörigen selbst Hand anlegen: Mit dem mitgebrachten Tanklöschfahrzeug sollte ein durch ein undichtes Rohr verursachter Flächenbrand auf einer Kieselfläche gelöscht werden. Danach galt es, an einer nachgestellten Baustelle eine Gasflamme in einer Grube mittels Pulverlöschern zu ersticken. Dadurch das bei einem Gasbrand der Kühleffekt des Wassers nicht zum Tragen kommt, ist der ABC-Pulverlöscher auch für die Feuerwehr die erste Wahl.

Zum Abschluss wurde in einen nachgestellten Kellerraum simuliert, das durch einen Installationsfehler oder Manipulationsversuch ein Gasaustritt stattfindet. Es wurde 30 Sekunden lang Gas eingeleitet und dann gezündet. Zündquelle kann ein Lichtschalter, ein Bewegungsmelder oder die Tiefkühltruhe sein. Die entstehende Verpuffung ist in einem Video eindrucksvoll veranschaulicht.

Gerade diese Vorführung zeigte noch einmal deutlich, welche Gewalt verpuffendes Gas hat. „Wir können nur an die Bevölkerung appelieren, bei einem wahrnehmbaren Gasgeruch keine Lichtschalter zu betätigen und nicht im Haus zu telefonieren“, so stellvertretender Wehrführer Roland Hermani im Nachgang.


Das Entzünden einer Gasleitung


Der Versuch, die brennende Gasleitung mit einem Pulverlöscher zu löschen


Der Versuch, die brennende Gasleitung mit zwei Pulverlöscher zu löschen

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