Angenommener Brand beim Weingut Graf Müller

(ds/ff-g) „Achtung, Achtung: Einsatz für die Feuerwehr Geisenheim, Brand in einem landwirtschaftlichen Gebäudeteil bei Graf Müller, Bischof-Blum-Platz“, so lautete die Alarmdurchsage der Leistelle Bad Schwalbach bei der großen Jahresabschlussübung am heutigen Nachmittag.

Schon bei der Ankunft des ELW 1 waberte dichter Rauch aus dem Hof des Graf Müllers auf den Domplatz. In der Innenhofgarage brenne ein Motorrad mitsamt gelagertem Gerätschaften, so das Übungsszenario. Der Rauch zog in den weitläufigen Dachboden über der Garage sowie in die nebenstehende Lagerhalle und begrenzte so die Sichtweite gegen Null. Fünf Personen würden vermisst, einer hätte sich bei Brandausbruch auf dem Dachboden befunden, die vier Anderen in der Kelterhalle und dem Keller.

Nach Ankunft der DLK 23/12, riegelte diese von oben die benachbarten Gebäude gegen eine Brandausbreitung mit dem „Wasserwerfer“ im Leiterkorb ab. Die Mannschaften des  LF 20/12 und des TLF 20/24 begannen sofort mit der Suche nach den vermissten Personen bzw. dem Aufbau einer Wasserleitung und der Brandbekämpfung.

Über die vierteilige Steckleiter gingen die beiden Atemschutztrupps in den ersten Stock des Gebäudes auf den Dachboden vor. Kurz darauf fanden sie die Übungspuppe, die den vermissten Inhaber, Herrn Müller, darstellte. Schnell wurde entschieden, die Schleifkorbtrage anzufordern, um ihn aus dem Einstiegsfenster sicher herabzulassen. „Es war so dunkel und verraucht, dass man die eigene Hand nicht vor Augen sah, gut dass wir die Wärmebildkamera dabei hatten“, sagte einer der Truppführer nach der Übung.

Einer der beiden Trupps suchte im Anschluss die vier Personen, die in der Lagerhalle vermisst wurden, während der zurückgebliebene Trupp mehrere Belüftungmöglichkeiten, durch das Öffnen der Dachfenster und einer Luke in der Decke, schaffte. Zur gleichen Zeit wurde die Garage samt Inhalt von einem dritten Trupp unter schweren Atemschutz erfolgreich gelöscht. Um nun den Rauch aus dem Gebäude zu drücken, stellte das TLF einen wasserbetriebenen Hochdrucklüfter auf und die Garagen- sowie Lagerhallentore wurden geöffnet.

Nicht nur der Bürgermeister und einige Angehörige der Feuerwehrleute schauten zu, sondern auch viele Passanten blieben stehen, um dem geschäftigen Treiben der ehrenamtlichen Brandschützer zuzusehen. Alles in allem dauerte der Übungseinsatz knapp über eine Stunde, bis die drei Fahrzeuge und ihre Besatzungen wieder einrückten. Alle fünf vermissten Personen waren innerhalb von 17 Minuten gefunden und herausgebracht worden.

Zurück im Feuerwehrhaus stellten die Einsatzkräfte die Bereitschaft der Fahrzeuge wieder her und in einer anschließenden Übungsnachbesprechung wurde viel gelobt und wenig getadelt. Die Übungsleiter und die Wehrführung sind mit der Leistung Ihrer Mannschafften sehr zufrieden und gaben für die Hungrigen das bereitgestellte Büffett zur Stärkung frei. „Dies war nun die letzte große Übung für dieses Jahr, bevor wir jetzt in den theoretischeren Unterrichtsteil im Winter übergehen“, erklärte der stellvertretende Wehrführer Hermani.

Weitere Bilder zu der Jahresabschlussübung finden Sie in der Bildergalerie rechts.

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