Die Wärmebildkamera ist eine der neuesten Innovationen in der Brandbekämpfung. Sie wird bei der Feuerwehr bevorzugt bei der Personensuche in verrauchten Räumen und bei Dunkelheit, dem Aufspüren von Glutnesern sowie der Füllstandskontrolle bei verschlossenen Flüssigkeitstanks eingesetzt.

Sie arbeitet mit Infrarotstrahlung, die für das menschliche Auge unsichtbar ist und wandelt diese in ein sichtbares Bild um. Jedes Objekt strahlt langwellige Infrarotstrahlung ab, unabhängig seiner Temperatur im Verhältnis zur Raumtemperatur. Langwellige Infrarotstrahlung durchdringt problemlos den dichtesten Rauch, dies auch bei absoluter Dunkelheit. Die Kamera benötigt daher kein sichtbares Licht.

Das so aufgezeichnete Bild liegt in Graustufen vor, doch diese sind für uns nur schwer zu unterscheiden. Um das zu verbessern färbt die Kamera heiße Stellen ein, z. B. von gelb – heiße Stellen > 250 °C – bis dunkelrot – sehr heiße Stellen > 500 °C. Aber auch in niedrigen Temperaturbereichen ist sie sehr nützlich. Sie kann Temperaturunterschiede von 0,05 °C entdecken. So können Hand- und Fußabdrücke auf Oberflächen problemlos aufgespürt werden. Eine spezielle Blendenregelung erlaubt es uns die heißesten Stellen bläulich einzufärben, um Glutnester und Hitzestaus noch besser zu entdecken.

Jedoch kann die Kamera keine Materialien durchdringen, die die langwellige Strahlung absorbiert,
wie z. B. Glas oder Wasser. Aber diese Tatsache ist auch sehr nützlich, denn so kann, z. B. bei Tankwaggons der Bahn festgestellt werden, wie viel Flüssigkeit sich noch darin befindet, ohne den Waggon öffnen zu müssen.

Die Wärmebilkamera besteht aus folgenden Hauptbstandteilen:

Das Gehäuse schützt die Elektronik vor Stößen, Wasser und Hitze. Es ist sehr bruchsicher, da es aus Ultem Thermoplastik – einem höchst widerstandsfähigem Material – gefertigt ist. Die Kamera kann problemlos aus zwei Metern Höhe fallen gelassen werden, ohne dass sie danach Funktionsstörungen aufweist. Die Linse und der Bildschirm werden durch 2 mm starkes Polycarbonat geschützt.

Die Linse funktioniert wie bei einer handelsüblichen Videokamera, besteht jedoch nicht aus Glas, da es die Infrarotstrahlung absorbieren würde, sondern aus dem Metall Germanium.

Der Detektor verarbeitet die eingefangene Infrarotstrahlung der Linse und wandelt sie in ein elektrisches Signal um.

Der Bildschirm setzt die elektrischen Signale des Detektors in ein sichtbares Bild um und färbt sie wie oben beschrieben ein. Er hat eine Auflösung von 160 mal 120 Bildpunkten bei 3,5 Zoll Bildschirmdiagonale.

Der Akku hat eine Einsatzdauer von 2,5 Stunden bevor er gewechselt werden muss und benötigt dann eine Stunde um sich wieder vollständig aufzuladen.

Das Gesamtgeweicht der Kamera beträgt 1,2 Kilo mit und 0,9 Kilo ohne Akku.

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