Fahrzeugfunkgeräte werden bei der Feuerwehr und anderen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) zur Kommunikation zwischen einzelnen Einsatzfahrzeugen untereinander und mit der Zentralen Leitstelle des Rheingau-Taunus-Kreises verwendet.

Fahrzeugfunkgeräte arbeiten im 4-Meter-Wellenbereich. Beim Drücken der Sprechtaste wird die Sprache in elektrische Ströme umgewandelt und verstärkt. Dann wird dieser Strom einem Frequenzmodulator zugeleitet, der die hörbaren, niederfrequenten Sprachwellen auf die nichthörbaren, hochfrequenten Trägerwellen des Funkverkehrs aufmoduliert. Diese modulierten Ströme werden dann der Antenne zugesandt und ausgestrahlt.

Beim Empfang trifft die aufmodulierte Welle auf die Antenne und gelangt von dieser in den Demodulator, der die zuvor beschriebene Modulation rückgängig macht. Die hochfrequenten, nichthörbaren Funkwellen werden in niederfrequente, hörbare Sprachwellen umgewandelt, und über den Lautsprecher des Funkgerätes ausgegeben. Um im 4-Meter-Wellenbereich im gesamten Landkreis senden und empfangen zu können, wurden, wie in allen anderen Landkreisen auch, Gleichwellenfunkumsetzer installiert.

Das Prinzip der Gleichwellenfunktechnik fußt auf zwei Komponenten: Der Gleichwellenfunkzentrale und den Gleichwellenfunkumsetzern.Die Gleichwellenfunkzentrale sendet über Telefonleitungen die zu übertragenden Funksprüche an die Gleichwellenfunkumsetzer. Diese setzen das Signal in Funksignale um, und senden es in den gesamten Landkreis. Umgekehrt empfangen die Gleichwellenfunkumsetzer Nachrichten in ihrem Bereich, und geben diese an die Gleichwellenfunkzentrale weiter. Diese sendet dann das empfangene Signal an alle Gleichwellenfunkumsetzer, die das Signal dann wieder in den gesamten Landkreis geben. Die Gleichwellenfunktechnik ermöglicht so eine hohe Übertragunssicherheit, die für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben von entscheidender Bedeutung ist. Die Zentrale Rettungsleitstelle hat eine direkte Anbindung an die Gleichwellenfunkzentrale, wodurch sie andere Sender in ihrem Einzugsbereich verdrängen können.
Die Gleichwellenfunkzentrale des Rheingau-Taunus-Kreises befindet sich auf der Hohen Wurzel, Gleichwellenfunkumsetzer sind auf dem Atzelberg, in Görsroth, Kemel, dem Feuerwehrgerätehaus Rüdesheim und, für den unteren Rheingau, auf dem Salzkopf bei Bingen installiert.

Der Unterschied zwischen dem 4-Meter-Fahrzeugfunk und dem 2-Meter-Einsatzstellenfunk liegt hauptsächlich in der Wellenlänge.
Der Fahrzeugfunk benutzt 4 Meter lange Funkwellen. In Kombination mit relativ starken Sendern und den Gleichwellenfunkumsetzern ist so eine Kommunikation auch über weitere Strecken möglich. Bei Großschadenslagen oder im Katastrophenfall hat die Zentrale Leitstelle zusätzlich die Möglichkeit, einen Ersatzkanal zu aktivieren.

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