Am 1. März 1872 schlossen sich 54 Bürger zum freiwilligen Feuerwehrverein zusammen. Neben dem Zweck das Gut der Einwohner bei Feuer zu schützen, setzte man sich zum Ziel, durch inneren Zusammenhalt und einträchtiges Wirken ein Beispiel der Gesittung und Bildung zu sein.

Vorsitzender war Bürgermeister Dr. Weil, Kommandant A. Thorndike. Es gab außerdem einen Ersatzkommandanten, Adjudanten, Spritzenmeister, Schriftführer, Zeugwart und Kassierer. Am 28. Mai 1873 erhielten die Mitglieder eine Uniform aus grauem Tuch. Die freiwillige Feuerwehr bewehrte sich im Herbst 1879 bei dem Brand in der Essigsiederei Zobus. Immerhin wurde unmittelbar danach das Angebot des Männerturnvereins angenommen, im Falle eines Brandes 25 Mann Turner zur Verfügung zu stellen.

Im Jahre 1900 hatte der Verein 67 Mitglieder. Er besaß eine Saug- und eine Druckspritze. Damals bestand außerdem in Geisenheim eine Pflichtfeuerwehr von 162 Mitgliedern die über zwei Druckspritzen verfügte. Um den kameradschaftlichen Frohsinn und die Verschönerung von örtlichen Festen machte sich die Musikkapelle der freiwilligen Feuerwehr verdient. 1922 wurden ihre Angehörigen zu aktiven Mitgliedern erklärt. Im November 1932 wurde erstmals eine Motorspritze angeschafft. An größeren Bränden waren zu bekämpfen am 10. März 1904 im Hotel Germania, am 30. November 1906 im Kaufhaus Kittel Breitestraße heute Rheinstraße, am 14 Juli 1928 im Zwierleinschen Hof, Behlstraße, am 26. Juni 1936 im Schloß Johannisberg, am 30. März 1937 im Kloster Marienthal.

40 jähriges Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Geisenheim am 25. August 1912


Übernahme des TLF 16 zum 90 jährigen Jubiläum

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Fahrzeugpark der FF Geisenheim – Stand März 1972

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Magirus Drehleiter, 18m Höhe, auf Opel Blitz Fahrgestell. Geschenk der Stadt Geisenheim zum 100 jährigen Bestehen

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Im Jahre 1979 machte man sich erstmals Gedanken über ein neues Feuerwehrhaus. Es dauerte doch bis zum 16 September 1994, den an diesem Tag übergab der Bürgermeister das Feuerwehrhaus seiner endgültigen Bestimmung. Bis zu diesem Tage war die Feuerwehr Geisenheim in zwei Gebäuden untergebracht. Die eine Fahrzeughalle mit Schlauchturm stand in der Hospitalstraße. Die Umkleidemöglichkeiten befanden sich damals hinter der Drehleiter.

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Die zweite Fahrzeughalle hatte ihren Standort in der Kapellenstraße. Dort stand neben LF und TLF auch ein ELW. Über der Fahrzeughalle befand sich zu diesem Zeitpunkt der Unterrichtsraum. Auch hier war kaum Platz um sich umzukleiden.

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Heute

Im Jahre 1994 bezog die Freiwillige Feuerwehr Geisenheim ihren neuen Standort in der Chauvignystrasse. Mit einer direkten Anbindung an die B42 ist es nun möglich den Einsatzort noch schneller zu erreichen. Anfang des Jahres 2004 zählte die Feuerwehr Geisenheim 92 aktive Mitglieder. Davon sind 49 in der Wehr Geisenheim, 24 in der Stadtteilwehr Johannisberg und 19 in der Stadtteilwehr Stephanshausen.

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Eine von der Feuerwehr Geisenheim im Jahre 1893 genutzte Leiter steht Heute im Feuerwehrmuseum in Fulda, diese kann dort besichtigt werden.

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Textauszug aus dem Feuerwehrmuseum in Fulda

Ausziehbare Schiebleitern, die eine gewisse Höhe erreichten, waren so schwer, daß sie nicht mehr getragen werden konnten. Deshalb montierte man sie auf Fahrgestelle.

Um die Leiter nicht anlehnen zu müssen benötigte man an deren einem, unteren Ende Gegengewichte und Stützräder oder Stangen. Im Transportzustand, also in horizontaler Lage balancierte man die Leiter derart aus, daß die Achse des Fahrgestells im Schwerpunkt lag.

Eine solche Leiter ist die dreizügige Magirusleiter der Stadt Geisenheim von 1893, die hier im Transportzustand gezeigt ist. Technisch gesehen stellt sie gegenüber der Knittlinger Drehleiter einen Rückschritt dar, weil sie für jede Bewegung einen Standortwechsel der ganzen Leiter nötig machte. (Ende Textauszug)

 

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